Website langsam – woran liegt das wirklich?

Viele Websites wirken langsam, obwohl „eigentlich nichts kaputt ist". Die Ursachen liegen selten an einem einzelnen Faktor.

Performance-Probleme entstehen meist durch eine Kombination aus technischen Altlasten, unklaren Zuständigkeiten und unrealistischen Erwartungen.

Wichtig ist, die verschiedenen Faktoren zu trennen, bevor man Geld oder Zeit investiert.

Typische Fehleinschätzungen

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    „Das liegt am Hosting"

    Hosting ist ein Faktor, aber selten der einzige. Oft sind es zu viele Skripte, unoptimierte Bilder oder fehlende Caching-Mechanismen.

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    „WordPress ist halt langsam"

    WordPress selbst ist nicht das Problem. Meist sind es zu viele Plugins, veraltete Themes oder fehlende Server-Optimierung.

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    „Google PageSpeed ist rot – alles ist schlecht"

    PageSpeed-Scores sind ein Indikator, aber nicht absolut. Manche Faktoren sind schwer zu beeinflussen, andere wiegen schwerer als die Zahl vermuten lässt.

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    „Dann müssen wir die Seite neu machen"

    Ein Relaunch ist die teuerste Lösung und oft nicht nötig. Viele Performance-Probleme lassen sich gezielt beheben.

Was wirklich passiert

Langsame Websites entstehen meist nicht über Nacht, sondern schleichend – durch kleine Entscheidungen, die sich über Monate oder Jahre aufsummieren.

Technische Altlasten

Plugins, die niemand mehr braucht, aber noch laufen. Bilder, die nie optimiert wurden. Theme-Funktionen, die dreifach geladen werden, weil niemand aufräumt.

Zu viele Skripte und Tracking-Tools

Jedes Marketing-Tool, jedes Analyse-Skript und jedes externe Widget bremst die Seite. Oft weiß niemand mehr genau, was davon noch genutzt wird.

Unklare Zuständigkeiten

Wer ist verantwortlich, wenn die Seite langsamer wird? Die Agentur? Der Hoster? Intern? Wenn niemand zuständig ist, passiert nichts.

Falsche Messmethoden

Was ist „langsam"? 2 Sekunden? 5 Sekunden? Im Büro oder mobil? Ohne klare Messung diskutiert man über Bauchgefühle.

Nicht jede langsame Website ist ein Problem für das Geschäft. Aber fast jede Situation braucht eine saubere Einordnung, bevor man handelt.

Anzeichen einordnen – was ist harmlos, was kritisch?

Eher unkritisch:

  • • PageSpeed-Score unter 90, aber Website fühlt sich in der Praxis schnell an
  • • Vereinzelte Beschwerden über Ladezeit, aber kein systematisches Problem
  • • Warnung über „ungenutzte CSS" oder „zu große Bilder", die aber nicht stören
  • • Leichte Verzögerung bei sehr großen Bildern oder Videos

Potenziell kritisch:

  • • Kunden brechen den Bestellvorgang ab, weil die Seite zu langsam lädt
  • • Ladezeit liegt systematisch über 5 Sekunden (auch auf schnellem Internet)
  • • Mobile Performance ist deutlich schlechter als Desktop
  • • Google Search Console meldet Core Web Vitals-Probleme
  • • Seite wird langsamer, je mehr Inhalte hinzugefügt werden
  • • Backend (Admin-Bereich) ist ebenfalls sehr langsam

Wie wir solche Situationen einordnen

1. Kontext verstehen

Was genau ist langsam? Nur bestimmte Seiten? Nur für bestimmte Nutzer? Seit wann? Oft zeigt sich hier bereits, ob es ein technisches oder ein organisatorisches Problem ist.

2. Technische und organisatorische Faktoren trennen

Technisch: Server, Caching, Skripte, Bilder. Organisatorisch: Wer pflegt die Seite? Wer fügt Inhalte hinzu? Wer ist verantwortlich? Beides beeinflusst die Performance.

3. Bewerten, ob Handlungsbedarf besteht

Nicht jede langsame Seite muss sofort optimiert werden. Manchmal reicht es, ein Plugin zu deaktivieren. Manchmal ist ein größerer Eingriff nötig. Wir sagen Ihnen ehrlich, was sinnvoll ist.

Welche Schritte sinnvoll sein können

Abhängig vom Einzelfall können unterschiedliche Maßnahmen sinnvoll sein. Das sind Beispiele, keine Checkliste:

  • Plugins und Skripte ausmisten (oft der schnellste Hebel)
  • Bilder komprimieren und in moderne Formate umwandeln
  • Caching einrichten oder optimieren
  • Server-Konfiguration anpassen (z. B. PHP-Version, Speicher)
  • Theme oder einzelne Komponenten überarbeiten
  • Externe Skripte (Tracking, Marketing-Tools) prüfen und reduzieren
  • Monitoring einrichten, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen

Häufige Fragen

Wie messe ich, ob meine Website wirklich langsam ist?

Nutzen Sie Tools wie Google PageSpeed Insights oder WebPageTest. Wichtiger als der Score ist: Wie fühlt sich die Seite für echte Nutzer an? Messen Sie auch auf langsameren Verbindungen und mobil.

Welcher PageSpeed-Score ist „gut genug"?

Es gibt keine Zahl, die für alle passt. Ein Score von 70 kann für ein Shop-System mit vielen Funktionen gut sein, während eine einfache Landing Page 95+ erreichen sollte. Wichtig ist die echte Nutzererfahrung.

Brauche ich einen neuen Server oder ein CDN?

Nicht automatisch. Oft bringen einfachere Maßnahmen mehr – z. B. Plugins deaktivieren oder Bilder optimieren. Server-Upgrades und CDNs sind sinnvoll, wenn die Grundlast bereits optimiert ist.

Kann ich Performance selbst verbessern?

Ja, teilweise. Bilder optimieren, ungenutzte Plugins löschen oder Caching-Plugins aktivieren sind oft schnell umsetzbar. Bei Server-Konfiguration oder Theme-Anpassungen wird es technischer.

Was kostet eine Performance-Optimierung?

Das hängt vom Umfang ab. Manchmal reicht eine Stunde, um die größten Bremsen zu identifizieren und zu beheben. Manchmal braucht es eine gründlichere Überarbeitung. Wir sagen Ihnen nach einer Einschätzung, was sinnvoll ist.

Kurze Einschätzung anfragen

Wir melden uns zeitnah mit einer ehrlichen Einordnung Ihrer Situation.

  • Kurze Einschätzung Ihrer Situation
  • Klare Rückmeldung, ob Handlungsbedarf besteht
  • Keine Verpflichtung, kein Verkaufsdruck
Beschreiben Sie kurz, was aktuell unklar ist oder nicht rund läuft.

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